Blätter: Abu-Ghraib – Der Report des Generals

Seymour M. Hersh schreibt in den “Blättern für deutsche und internationale Politik” in der Ausgabe 08/2007 in „Der Report des Generals“ mit dem Untertitel „Wie Antonio Taguba, der den Abu-Ghraib-Skandal untersuchte, eines seiner Opfer wurde“ zu den Mißhandlungen und der Folter in Abu Ghraib, ein lesenswerter Text zu den Vorfällen, ihrer versuchten Aufklärung und ihrer Vertuschung:
„Am Nachmittag des 6. Mai 2004 war Antonio M. Taguba, Generalmajor der U.S. Army, erstmals zu Verteidigungsminister Donald Rumsfeld bestellt, zu einem Treffen in dessen Besprechungszimmer. Rumsfeld und seine leitenden Mitarbeiter sollten tags darauf vor den Streitkräfteausschüssen von Senat und Repräsentantenhaus über Misshandlungen im Gefängnis von Abu Ghraib, Irak, aussagen, und die Hearings würden vom Fernsehen übertragen werden. In der Vorwoche hatten CBS und der „New Yorker“ Enthüllungen über Abu Ghraib gebracht, darunter Fotos entkleideter, misshandelter und sexuell erniedrigter Häftlinge. Regierungsvertreter hatten darauf mit der Behauptung reagiert, dass nur eine Handvoll Soldaten unterer Dienstgrade in die Sache verwickelt seien – Amerika foltere keine Häftlinge. Besonderen Wert legte man auf die Feststellung, dass die Army selbst den Skandal offen gelegt habe.
Wenn es an der Affäre etwas Tröstliches gab, so die gründliche und engagierte Art, in der die Army ihre erste Untersuchung durchführte. Diese war im Januar 2004 unter der Leitung des seinerzeit in Kuwait stationierten Generals aufgenommen worden, und im März hatte Taguba seinen Bericht vorgelegt. Darin hieß es: „Bei zahlreichen Vorkommnissen wurden etliche Häftlinge Opfer sadistischer, himmelschreiender und mutwillig zugefügter Misshandlungen krimineller Art […], systematischer und illegaler Misshandlungen.“ […]“

Advertisements

Geschichte der Currywurst

Wer hat’s erfunden? Falsch, nicht die Schweizer, sondern:
„Die Erfindung der Currywurst wird Herta Heuwer zugeschrieben, die erstmals am 4. September 1949 an ihrem Imbissstand an der Ecke Kant-/Kaiser-Friedrich-Straße in Berlin-Charlottenburg gebratene Brühwurst mit einer Sauce aus Tomatenmark, Currypulver, Worcestershiresauce und weiteren Zutaten anbot. Im Januar 1959 ließ sie den Namen ihrer Sauce, Chillup, als Marke schützen (Münchener Patentamt Nummer 721319). Frau Heuwers Imbiss zog in ein Ladenlokal mit Garküche in der Kaiser-Friedrich-Straße 59 (in der Nähe des Busbahnhofs im Rotlichtviertel des Stuttgarter Platzes) um und entwickelte sich dort zu einer festen Institution: Er war Tag und Nacht geöffnet und beschäftigte in seinen besten Zeiten bis zu 19 Verkäuferinnen. Die Firma Kraft bemühte sich um das Rezept und das Markenrecht, was Heuwer allerdings ablehnte. Seit 2003 befindet sich am ehemaligen Standort (heute: Kantstraße 101) eine Gedenktafel ihr zu Ehren, bei deren Einweihung zahlreiche ehemalige Stammgäste erschienen und Herta Heuwers Nichte und Ziehtochter – zusammen mit der Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg-Wilmersdorf, Monika Thiemen, und der Schauspielerin Brigitte Grothum – Currywürste zubereiteten.

Bis sie seit den 1980er Jahren zunehmend Konkurrenz durch Döner und Hamburger bekam, hatte sich die Currywurst in Deutschland zu einem der beliebtesten Gerichte an Imbissständen, besonders in Berlin, Hamburg und im Ruhrgebiet, entwickelt. In Betriebskantinen ist sie das bis heute. Dabei wurde sie zu einer Ikone der Alltagskultur, über deren ordnungsgemäße Auswahl der Zutaten und ihrer Zubereitung große Meinungsunterschiede herrschen, die von Anhängern der Currywurst lustvoll diskutiert werden.“
via Wikipedia

Foto: Currywurst

currywurst

Currywurst, das Foto mußte heute gepostet werden! Hmmmmm, sieht lecker aus!!!