Blätter: Die Krise des Spekulationskapitalismus

Rudolf Hickel schreibt in den “Blättern für deutsche und internationale Politik” in der Ausgabe 10/2007 zum Thema „Die Krise des Spekulationskapitalismus„:
„Schon wieder geht sie um, die große Angst vor dem Börsen-Crash. Dabei sollten die Mega-Spekulanten in den Banken und Fonds in ihrer rasenden Jagd nach Rendite eigentlich längst eines „Besseren“ belehrt sein: Keine sieben Jahre ist es nämlich erst her, dass mit der New-Economy-Blase die Illusion von der Börse als einem Roulette mit permanenter Gewinngarantie geplatzt ist. Doch seit Ende Juli wird die Weltwirtschaft durch eine neue, überraschend harte Krise der Finanzmärkte geschockt. Damit geraten die internationalen Finanzmärkte in diesem noch so jungen Jahrhundert schon zum zweiten Mal aus den Fugen – und dies absehbarerweise in immer kürzeren Abständen. […]“

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Berliner Currywurst

Currywurst ist nicht gleich Currywurst:
„Bei der Berliner Currywurst gibt es zwei grundlegende Varianten: mit und ohne Darm, bei der Bestellung kurz „Currywurst mit“ oder „Currywurst ohne“ genannt. Die erste Berliner Currywurst war eine mit Pelle (Haut). Die Würste mit Darm sind gepökelte und leicht geräucherte Brühwürste aus fein gemahlenem Schweine- und teilweise auch Rindfleisch. Sie ähneln einfachen Bockwürsten. Die Würste ohne Darm sind walzenförmig und erinnern an bayerische Wollwürste. Sie sind nicht gepökelt oder geräuchert und von weißlicher Farbe. Die gelegentlich auch verwendete Dampfwurst gilt als minderwertig. Bratwürste werden nicht verwendet.

Beide Varianten werden zuerst im Ganzen gebraten, wobei sie meist in einer Fettwanne etwa zur Hälfte mit heißem Fett bedeckt sind. Dann wird die Wurst von Hand in mundgerechte Stücke geschnitten – einige der traditionsreichen Imbissstände wie Krasselt in Berlin-Steglitz servieren Currywurst aber nur mit einem Schnitt, wobei beide Wursthälften jeweils mit einem Holzpieker versehen werden, um den Verzehr zu ermöglichen. Abschließend wird die Wurst mit der Sauce übergossen und reichlich mit Currypulver bestreut (oder umgekehrt). Auf Wunsch werden noch Cayennepfeffer (Bestellung: „scharf“ oder „extra scharf“) oder zerstoßene Chilischoten (Bestellung: „mit Körnern“ – wegen der Samen der Chilischoten) hinzugefügt. Auch die Zugabe von Worcestershiresauce oder „scharfen Zwiebeln“ (gehackten rohen Zwiebeln mit Chili) ist ein üblicher Wunsch. Bei anspruchsvolleren Imbissständen wird ein spezielles Ketchup auf Basis von Tomatenmark und Gewürzen selbst hergestellt und oft warm über die Wurststücke gegeben.

In Ostberlin wurde die Currywurst in den 60er Jahren bekannt – unter anderem durch Konnopke’s Imbiss. Angeboten wurde zu DDR-Zeiten nur Currywurst ohne Darm, anfangs wohl aus Mangel an Därmen – auch Bratwürste wurden schon vorher ohne sie hergestellt. Als Ersatz dienten teilweise Wasserschläuche, um dem Brät beim Brühen die Form zu geben. Serviert wurde die Wurst ungeschnitten am Stück mit Currypulver und kaltem dünnflüssigen Ketchup (oder kalter dickflüssiger Tomatensauce). Für den Verzehr mit den Fingern wurde ein Wurstende ohne Sauce belassen. Die diversen Ergänzungen, die in Westberlin hinzukamen, wurden in Ostberlin nicht angeboten.

Die typische Beilage ist ein kleines, weiches Brötchen, mit dem sich die Sauce besonders gut tunken lässt; in Ostberlin war es ein normales Brötchen (Schrippe) oder eine Scheibe Toastbrot.“
via Wikipedia

Franz Josef Strauß und die Spiegel-Affäre

10. Oktober 1962: In der Spiegel-Ausgabe 41/1962 vom 10. Oktober erschien unter dem Titel „Bedingt abwehrbereit“ (der Artikel ist bei spiegel.de online nachzulesen) ein von Conrad Ahlers verfasster Artikel, der, unter anderem gestützt auf Resultate des NATO-Manövers Fallex 62, das Verteidigungskonzept der Bundeswehr unter Bundesverteidigungsminister Franz Josef Strauß in Frage stellte:

Als Verteidigungsminister forcierte Franz Josef Strauß den Kauf von 916 amerikanischen F-104 Starfighter-Kampfflugzeugen. Deren Hersteller hatte in mehreren NATO-Staaten die Entscheidung zur Beschaffung des Modells mit Geldzahlungen beeinflusst. Da die deutsche Variante des Starfighters sich als „Witwenmacher“ der Bundesluftwaffe herausstellte (292 Abstürze, 115 tote Piloten), fand die Starfighter-Affäre in der bundesdeutschen Öffentlichkeit rege Aufmerksamkeit und warf mit der Fibag-Affäre und dem HS-30-Skandal einen Schatten auf Strauß‘ Amtsführung.

In der Folge der Spiegel-Affäre, bei der sich das Nachrichtenmagazin Der Spiegel 1962 auf Grund eines kritischen Artikels von Conrad Ahlers rechtswidrig der Strafverfolgung wegen angeblichen Landesverrats ausgesetzt sah und die Redaktionsräume gestürmt und Teile der Redaktion in Untersuchungshaft genommen wurden, forderte vor allem der Koalitionspartner FDP sein Ausscheiden aus dem Amt des Verteidigungsministers. Strauß leugnete zunächst, Genaueres über die Angelegenheit zu wissen. Nachdem jedoch klar war, dass er als Minister das Parlament belogen hatte, versuchte er Zeit zu gewinnen, indem er ankündigte, in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr für ein Ministeramt zur Verfügung zu stehen. Nach dem aus diesem Verhalten folgenden geschlossenen Rücktritt der FDP-Minister am 19. November 1962 war Konrad Adenauer jedoch gezwungen, ein neues Kabinett zu bilden; zwar wieder mit der FDP, diesmal ohne Strauß, der am 30. November 1962 zurücktrat. Strauß war ab 1963 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag und damit gleichzeitig Erster Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
(via Wikipedia)
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