Moscheebau: Pro Frankfurt dafür

Meist liest man von irgendwelchen negativen „PRO“-Stadt-XYZ-Initiative, daß die sich gegen dies und das und in letzter Zeit häufig gegen den Bau einer Moschee, pauschal gegen Islam und Muslime und oft überhaupt gegen Immigranten und Ausländer (weshalb sich neben Rassisten dort gern auch Neo-Nazis tummeln) aussprechen. Allerdings scheint das nicht überall so zu sein. In Frankfurt scheint es eine positive „PRO“-Initiative zu geben, die sich „für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt“ (PRO FRANKFURT) einsetzt und sich auch über eine neue Moschee im Frankfurt Stadtteil Hausen freuen kann:

Pro Frankfurt begrüßt Moschee-Baugnehmigung für Hausen

Mit großer Freude und Erleichterung begrüßt PRO FRANKFURT ausdrücklich die positive Entscheidung der Stadt, die Baugenehmigung für die Hazrat-Fatima-Moschee in Hausen zu erteilen.

Wir begrüßen diesen positiven Bescheid, der ein Signal für ein weltoffenes, multikulturelles und tolerantes Frankfurt ist. Nicht zuletzt wird damit der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit genüge getan.

Diese Entscheidung beweist, daß Mitbürgerinnen und Mitbürger muslimischen Glaubens ihren gleichberechtigten Platz in unserer Gesellschaft haben und willkommen sind.

PRO FRANKFURT
Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt
für eine multikulturelle, weltoffene und tolerante Stadt
www.pro-frankfurt.info.ms

Frankfurt am Main, 23. Juli 2008

Werbeanzeigen

Blätter: Faschismus à la Dugin

Andreas Umland schreibt in den “Blättern für deutsche und internationale Politik” in der Ausgabe 12/2007 zum Thema „Faschismus à la Dugin„:
„Während sich Wladimir Putin derzeit offenbar anschickt, das politische System Russlands ganz auf seine Person und sein baldiges Comeback zuzuschneidern, und damit den Großteil der Aufmerksamkeit vor den anstehenden Duma-Wahlen auf sich lenkt, wird der wachsende Zulauf zu rechtsextremen Positionen in der russischen Gesellschaft häufig übersehen. Das mag auch daran liegen, dass einige prominente postsowjetische Ultranationalisten es verstehen, ihre Nähe zum historischen Faschismus mit positiv belegten Selbstetikettierungen wie „Neoeurasismus“ oder „Nationalpatriotismus“ zu verschleiern.
Eine der bekanntesten Stimmen in diesem Kontext ist der Moskauer Publizist Alexander Dugin. Der 1962 geborene Gründer, Chefideologe und Vorsitzende der sogenannten Internationalen Eurasischen Bewegung verfügt über Zugang zu höchsten Regierungs- und Parlamentskreisen. Dabei deutete sich seine Affinität zum deutschen Nazismus bereits in seinem ersten und womöglich wichtigsten programmatischen Artikel „Der Große Krieg der Kontinente“ von 1992 an. Darin legt Dugin seine Interpretation der jüngeren Menschheitsgeschichte dar, welche von den Machenschaften der uralten geheimen Orden der „Atlantiker“ und „Eurasier“ geprägt sei, die sich seit Jahrhunderten in einem „okkulten punischen Krieg“ befänden. Innerhalb des „eurasischen“ Lagers habe es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die „roten“ und „weißen Eurasier“ gegeben, wobei Letztere in Europa dem deutschen Nationalismus nahe gestanden hätten: „Wir finden die Vertreter dieses [eurasischen] Ordens in der [Naziorganisation] Abwehr und später in den ausländischen Sektionen der SS und des SD (besonders im SD, dessen Chef Heydrich selbst ein überzeugter Eurasier war, weshalb er ein Opfer der Intrige des Atlantikers Canaris wurde).“ Der abstruse Artikel endet mit den Worten: „Schon schlägt die entscheidende Stunde Eurasiens […]. Schon naht der Große Krieg der Kontinente sich dem Endpunkt.“ […]“